Warum braucht es gerade in Heidelberg ein FLINTA-Wohnprojekt?

Wohnraum ist knapp und teuer

In Studierenden-Städten wie Heidelberg gibt es einen enormen Druck auf dem Wohnungsmarkt und bezahlbarer Wohnraum ist mittlerweile eine Rarität. Steigende Mieten, wenig verfügbare Flächen und ein hoher Konkurrenzdruck verschärfen die Situation zusätzlich. Gerade für Menschen, die ohnehin von struktureller Ungleichheit betroffen sind, wird es immer schwieriger, sicheren und langfristigen Wohnraum zu finden. Viola setzt genau hier an und soll eine solidarische Alternative zum bestehenden Wohnungsmarkt bieten.

Sicherheit ist nicht selbstverständlich

Für viele FLINTA ist Sicherheit im Alltag keine Selbstverständlichkeit. Diskriminierung, Grenzüberschreitung und Alltagssexismus sind für viele Menschen reale Erfahrungen. FLINTA-Räume bieten hier einen wichtigen Schutz. Sie schaffen Umgebungen, in denen Grenzen respektiert werden und Vertrauen wachsen kann.

Empowerment und Sichtbarkeit

FLINTA-Räume stärken marginalisierte Stimmen, fördern Selbstbewusstsein und machen Erfahrungen sichtbar, die sonst übersehen werden. Sichtbarkeit schafft Begegnungen und ermöglicht Dialoge. Besonders für junge oder (noch) nicht geoutete Menschen ist es wichtig, Ansprechpartner und Vorbilder zu haben. Menschen mit ähnlichen Erfahrungen kommen zusammen – das schafft Unterstützung, Verständnis und Verbindung.

FLINTA-Räume sind kein „Extra“

FLINTA-Räume sind kein Zusatzangebot, sondern schaffen konkrete Alternativen, in denen neue Formen des Zusammenlebens erprobt werden können. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, bestehende Strukturen zu hinterfragen und langfristig zu verändern. Mit Viola wollen wir genau so einen Raum in Heidelberg schaffen: einen Ort, der Wohnen, Bildung und Gemeinschaft verbindet und speziell auf die Bedürfnisse von FLINTA ausgerichtet ist.